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Grundlagenfach

Bildungs- und Richtziele

Der Sportunterricht leistet einen wesentlichen Beitrag zu einer ausgewogenen Ausbildung des Körpers, des Gemüts, des Willens und des Verstandes. Er strebt mit der Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit und mit seinem Anteil an der ganzheitlichen Bildung physisches, psychisches und soziales Wohlbefinden an. Er weckt die Freude an der Bewegung.

Der Sportunterricht will den Körper als Organismus und Ausdrucksmittel schulen sowie die psychomotorischen Fähigkeiten systematisch fördern. Die für die Persönlichkeitsentwicklung wichtigen Bewegungserfahrungen sollen vielfältig erweitert und gefestigt werden. Dadurch werden die Schülerinnen und Schüler auch befähigt, die ihnen entsprechenden Bewegungs-, Spiel- und Sportformen auszuwählen und selbständig zu pflegen.

Die Auseinandersetzung mit gesundheitlichen Aspekten ist integrierender Bestandteil des Sportunterrichtes. Eine Auswahl geeigneter Sportarten bzw. Anlässe hat zum Ziel, das Naturerlebnis der Schülerinnen und Schüler zu vertiefen.

Die sportlichen Erfahrungen sollen zu einer verantwortlichen und rücksichtsvollen Haltung gegenüber sich selbst, den Mitmenschen und er Umwelt führen.

Grobziele

1. und 2. Jahr

* Durch gezielte Übungen die motorischen Fähigkeiten und die ihnen zugrunde liegenden Organsysteme (Bewegungsapparat, Nervensystem, Stoffwechselsystem) entwickeln:

o Drehen, Schwingen, Stützen und Springen an verschiedenen Geräten
o Laufen, Werfen und Springen in verschiedenen Leichtathletikdisziplinen

* Bewegungen räumlich und zeitlich gestalten:

o elementare Schritt- und Bewegungsfolgen
o elementare Techniken mit Handgeräten

* Technische und taktische Grundfähigkeiten und –kenntnisse in den Sportspielen Basketball, Fussball, Handball, Unihockey und Volleyball erwerben
* Sich auf die Zusammensetzung von Spielgruppen einstellen, mit Emotionen im Spiel umgehen können
* Das Erlernte unter Einhaltung der sportlichen Regeln (Fairplay) in Wettkämpfen anwenden können
* Gesundheitlich relevante Kenntnisse erwerben im Hinblick auf das Training von Ausdauer, Beweglichkeit und Kraft

3. und 4. Jahr

* Grundausbildung und Grundkenntnisse durch Einführung neuer Sportarten erweitern:

o - komplexe Leichtathletikdisziplinen (Speer, Diskus, Hürdenlauf)
o - koordinativ anspruchsvollere Bewegungsabläufe an den Geräten
o - Orientierungslauf

* Kleine Tanz- und Bewegungsfolgen selbständig erarbeiten
* Spielerische Grundfähigkeiten vertiefen, sich mit weiteren Spielen auseinander setzen (Rückschlagspiele, Baseball, Ultimate, Frisbee usw.)
* Spielleitungen übernehmen
* Die spezielle Leistungsfähigkeit in einzelnen Disziplinen vertiefen und im Wettkampf anwenden.
* Kenntnisse im Bereich Gesundheitserziehung vertiefen (präventive Massnahmen, Umgang mit Sportverletzungen, Entspannungs- und Regenerationsübungen, Trainingsgestaltung)

Während der ganzen Schulzeit wird das Sportangebot des Pflichtunterrichts im Rahmen des freiwilligen Schulsports und in Skilagern erweitert und vertieft.

Ergänzungsfach

Den Schülerinnen und Schülern soll eine vertiefte Kenntnis des Sports und seiner vielen Ausprägungen vermittelt werden. Theorie und Praxis stehen in wechselseitiger Abhängigkeit. Fächerübergreifender Unterricht sowie vielseitige Vernetzung sollen dazu dienen, den Schülerinnen und Schülern zu tieferen Ein- und Ansichten zu verhelfen.

Im Ergänzungsfach Sport sollen die Schülerinnen und Schüler die verschiedenen Möglichkeiten des Sports zum Gewinnen von Erfahrungen und zur Aneignung von Erkenntnissen sowie zum gemeinsamen Erleben kritisch und verantwortungsbewusst nutzen. Dabei sollen sie das Sportgeschehen und seine gesellschaftliche Bedeutung mit seiner Vielfalt, seiner Faszination und seinen Problemen kennen lernen.

Es steht eine praxisgeleitete Vertiefung folgender Bereiche im Vordergrund:

* Trainingslehre (anatomische und physiologische Grundlagen der menschlichen Bewegung)
* Sport und Gesundheit (Ausdauer und Kraft als Grundlage körperlicher und sportlicher Leistungsfähigkeit, Sporternährung, Breitensport)
* Sport und Gesellschaft (z B. Sport als Massenphänomen, Medien, wirtschaftliche Bedeutung, Randgruppen, Doping)

Unter „praxisgeleitet“ verstehen wir ein Wechselspiel zwischen einer Erarbeitung von theoretischen Inhalten und deren Umsetzung in die Bewegungs- bzw. Trainingspraxis (z.B. im Zusammenhang mit der Durchführung von Fitnesstests)